
Lautenspielerin
Details
Die Geschichte
Von 1931 bis 1939 war diese junge Frau mit ihrer Laute auf niederländischem Geld zu sehen. Der 100-Gulden-Schein der Niederländischen Bank, entworfen vom Amsterdamer Künstler Carel Adolph Lion Cachet, zeigte sie auf der Vorderseite, seitenverkehrt nach van Dijks Gemälde. Das Original ist winzig, eine Tafel von etwa 15 mal 12 Zentimetern, gemalt um 1710, als van Dijk noch in Middelburg in Seeland arbeitete.
Im 18. Jahrhundert gehörte es Govert van Slingelandt, einem hohen Haager Beamten und einem der großen Gemäldesammler seiner Zeit. Als seine Witwe die Bilder 1768 verkaufte, erwarb Prinz Wilhelm V. von Oranien die ganze Sammlung auf einen Schlag, die Lautenspielerin eingeschlossen, und auf der Rückseite der Tafel steht noch heute Stat, kurz für Stadhouder, mit der Nummer 62. Heute gehört sie dem Mauritshuis, das sie in der Galerie Prinz Willem V zeigt, der Gemäldegalerie, die der Prinz 1774 in Den Haag für Besucher öffnete.


