Die breite Föhre nächst der Brühl bei Mödling

Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld · PD

Die breite Föhre nächst der Brühl bei Mödling


Details

Museum
Belvedere
Jahr
1838
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
66 × 112 cm

Die Geschichte

Die Breite Föhre am Anninger bei Mödling, südlich von Wien, war schon lange vor diesem Bild ein beliebtes Ausflugsziel. Schnorr von Carolsfeld hat sie 1838 gemalt, und zwar mit dem Blick eines Landvermessers: Die bewaldeten Kuppen sind genau erfasst, dahinter öffnet sich über den Eichkogel hinweg das flache Wiener Becken. Das überrascht bei einem Maler, der den Nazarenern nahestand, jener Künstlergruppe, die sich romantisch-religiösen Themen verschrieben hatte. Um den mächtigen Stamm verteilt er seine Figuren wie auf einer Bühne. Feldarbeiter rasten neben ihren Bündeln, ein Handwerksbursche stützt sich auf seinen Stock, und vorn reicht ein vornehm gekleidetes Paar einem Bettler ein Almosen. Den Baum selbst gibt es nicht mehr. Weil er für Wanderer zur Gefahr geworden war, wurde er im Jänner 1997 gefällt. 2002 kam sein Stamm ins Landesmuseum Niederösterreich nach St. Pölten.

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