
Francisco Goya, The Burial of the Sardine, 1814. Wikimedia Commons. · PD
Das Begräbnis der Sardine
Details
Die Geschichte
Das kleine Tafelbild entstand um 1814 in Madrid, in den Jahren nach dem Unabhängigkeitskrieg gegen Napoleon. Es zeigt ein altes spanisches Fest: das Begräbnis der Sardine, mit dem der Karneval am Aschermittwoch zu Grabe getragen wird. Eine Menge tanzt und taumelt über eine Wiese am Stadtrand, viele in grotesken Masken, manche als Mönche verkleidet. Über allem weht eine dunkle Fahne mit einem grinsenden Gesicht. Goya, damals schon taub und von den Schrecken des Krieges gezeichnet, hält die ausgelassene Lust und das leise Bedrohliche des Festes in einem Bild fest. Man weiß bis heute nicht genau, wann er es gemalt hat.




