
Gustave Courbet · CC0
Die ruhige See
Details
Die Geschichte
Courbet verbrachte das Ende des Sommers 1869 in Étretat an der normannischen Küste und malte das Meer meist in seinen heftigsten Augenblicken, große grüne Wogen, die sich aufbäumen und brechen, die Marinebilder, die ihn berühmt machen sollten. Dieses hier ist das Gegenteil. Die Ebbe ist gekommen, zwei kleine Fischerboote liegen auf dem nassen Sand gestrandet, und ein riesiger, stiller Himmel lastet über schmalen Streifen aus Wasser und Ufer. Es liegt fast kein Drama darin. Er blickte im August geradewegs auf den Ärmelkanal und fing die Küste in einer ihrer flachen, ruhigen Stimmungen ein, fern ihrer Stürme. Wenige Jahre später sollten Monet und die jüngeren Maler nach ihm denselben Küstenstreifen bearbeiten, auf der Suche genau nach diesem gewöhnlichen Wetter und Licht.




