
Georges Seurat · PD
Der Kanal bei Gravelines, Petit-Fort-Philippe
Details
Die Geschichte
Ende Juni 1890 fuhr Seurat nach Gravelines, einen Fischerort an der Mündung der Aa, kurz vor der belgischen Grenze. Der Baedeker erledigte den Ort in einem halben Satz als uninteressant, mit 5.952 Einwohnern. Genau solche Plätze suchte er sich seit 1885 jeden Sommer aus, und er fuhr allein. Diese Tafel entstand im Freien am Ufer von Grand-Fort-Philippe, mit Blick über den schmalen Kanal auf den weißen Leuchtturm der Gegenseite. Im Malgrund stecken bis heute Sandkörner vom Strand. Auffällig ist der schmale gepunktete Rand ringsum. Seurat malte solche Ränder auf die Bildfläche selbst und ließ die flachen Holzleisten dazu in Ultramarin fassen, damit die hellen Töne davor umso ruhiger standen. Von den Rahmen, die zu den vier großen Gravelines-Bildern gehörten, ist keiner erhalten.




