
Jusepe de Ribera · PD
Der Klumpfüßige
Details
Die Geschichte
Ribera arbeitete im spanisch beherrschten Neapel, und dort malte er 1642 diesen Jungen, einen bettelnden Straßenjungen mit einem verkrüppelten, nach innen gedrehten Fuß. Der Maler zeigt ihn groß und aufrecht gegen einen weiten, hellen Himmel, die Krücke wie selbstverständlich über die Schulter gelegt. Trotz seiner Armut und seiner Behinderung grinst er breit und mit einer Zahnlücke aus dem Bild heraus. In der Hand hält er einen Zettel, auf dem in lateinischer Schrift steht: Gib mir ein Almosen, um der Liebe Gottes willen. Diese Zeile war zugleich eine offizielle Erlaubnis zu betteln, wie sie solche Bettler bei sich trugen. Sein verkrümmter Fuß hebt sich klar gegen den niedrigen Horizont ab, den Ribera bewusst tief ansetzte, sodass der Junge über den Betrachter aufragt.




