
Die Großmut des Scipio. Rückseite: Allegorie der Natur
Details
Die Geschichte
Dieses Bild hat zwei Seiten, und beide sind bemalt. Karel van Mander arbeitete auf einer Kupferplatte, einem teuren, vollkommen glatten Malgrund, auf dem man so fein malen konnte wie ein Miniaturist. Die Vorderseite signierte und datierte er 1600. Sie erzählt eine Episode aus der römischen Geschichte. Der Feldherr Scipio hat eben Neukarthago in Spanien erobert, unter den Gefangenen ist eine junge Frau. Als ihre Familie und ihr Verlobter kommen, um sie freizukaufen, gibt er sie unversehrt zurück und verlangt nichts dafür. Das Paar leuchtet in kräftigen Farben ganz vorn, während Ruinen, Reitergefechte und ferne Hügel in einem blaugrünen Dunst verschwimmen. Auf der Rückseite steht ein ganz anderes Thema, eine Allegorie, in der die Natur mit einer Mauerkrone und das Gesetz mit beschriebenen Tafeln, beide als Frauen dargestellt, einen nackten Mann unterweisen.