
Die Köchin
Details
Die Geschichte
1559 malte Pieter Aertsen eine Köchin vor einem mächtigen Kamin, auf einer Tafel von über eineinhalb Metern Höhe. Sie hält einen mit Geflügel bestückten Bratspieß wie ein Feldherr seinen Marschallstab. Das Bild hängt heute in Brüssel. Rund ein Jahrhundert später, um 1665, malte Gabriel Metsu eine Figur derselben Art, eine junge Köchin mit Geflügel am Spieß, auf einer Eichentafel von keinen 30 Zentimetern Höhe. Warum man das Bild zweideutig lesen kann, erklärt das Museum. Es verweist auf das auffällig zur Schau gestellte Kaninchen und auf das nackte, gerupfte Huhn, das der Spieß durchbohrt. Kaninchen und Geflügel galten wegen ihrer Fruchtbarkeit als Sinnbilder der Sinneslust und Wollust.




