
Peter Paul Rubens · PD
Der Rat der Götter (Skizze zum Medici-Zyklus) Nr. 14
Details
Die Geschichte
Als Rubens 1622 an diesem Entwurf arbeitete, war die Heiratspolitik, die er hier feiert, am französischen Hof längst umstritten. Maria de' Medici hatte als Regentin 1615 eine Doppelhochzeit eingefädelt: Ihr Sohn Ludwig XIII. bekam eine spanische Infantin zur Frau, ihre Tochter Elisabeth den spanischen Thronfolger. Ludwig selbst und später sein Minister, Kardinal Richelieu, verfolgten eine ganz andere Linie. Sie wollten ein Frankreich, das sich auf niemanden stützt, schon gar nicht auf die Habsburger. Im Bild stehen die Götter dagegen auf der Seite der Königinmutter. Sie versammeln sich in den Wolken zum Rat und segnen das Bündnis. Achten Sie auf die Weltkugel, sie trägt den Adler der Habsburger und zugleich die Lilie der Bourbonen. Das ausgeführte Gemälde, rund sieben Meter breit, gehört dem Louvre.




