
Die Kreuzigung
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Die Geschichte
Am 19. Dezember 1509 schloss der Bischof von Palencia, Juan Rodríguez de Fonseca, einen Vertrag über elf Gemälde für den Hochaltar seiner Kathedrale. Die Urkunde zählt sie der Reihe nach auf und beginnt mit dieser Tafel. Der Maler war Juan de Flandes, bis zum Tod Isabellas der Katholischen im Jahr 1504 ihr Hofmaler und danach ohne Auftraggeber. Fonseca war im Auftrag der Krone in den Niederlanden gewesen und wollte flämische Malerei, also wuchs das zunächst rein geschnitzte Retabel zu einem gemischten aus Holzbildwerk und bemalten Tafeln. Ein Jahr nennt das Museum nicht, sondern die Spanne 1509 bis 1519. Die Tafel saß im Mittelfeld des untersten Geschosses, dicht über dem Boden, so dass man nah herantreten konnte. Der Soldat rechts hält eine rote Fahne und trägt eine Plattenrüstung aus der Zeit des Malers, keine antike. Die elf Tafeln sind heute verstreut. Diese blieb bis 1944 in Palencia, dann verkaufte sie das Domkapitel.
