
Peter Paul Rubens, The Deposition, 1602. Wikimedia Commons. · PD
Die Kreuzabnahme
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Die Geschichte
Als Rubens diese Tafel malte, war er ein junger Mann aus dem Norden, der sich mit Italien messen wollte. Um 1601, mit gut zwanzig Jahren, war er nach Rom hinabgezogen, um die antiken Statuen zu studieren und die Maler, von denen in Antwerpen alle sprachen. Die Szene zeigt den toten Christus, schräg über einen steinernen Sarkophag gelegt und von seiner Mutter gehalten, und man spürt, wie der junge Künstler zwei Welten zusammenbringt. Der schwere, skulpturale Körper und die tiefen römischen Schatten sind das, was er vor Ort lernte, während der schlichte Steinsarg einer nordischen Vorstellung vom Ort der Grablegung folgt. Lange glaubte niemand, dass ein Anfänger das gemalt hatte, und eine alte Inschrift schrieb es Anthonis van Dyck zu, der ein kleines Kind war, als es entstand. Erst im 20. Jahrhundert gab man es Rubens zurück.




