
Die Herzogin von Chaulnes als Hebe
Details
Die Geschichte
1744 wurde Anne-Josèphe Bonnier de La Mosson mit 26 Jahren Herzogin. In diesem Jahr starb der Vater ihres Mannes, und Michel-Ferdinand d'Albert d'Ailly folgte ihm als Herzog von Chaulnes nach. Nattier signierte und datierte die Leinwand im selben Jahr und zeigte sie im Pariser Salon von 1745.
Er gibt ihr die Rolle der Hebe, der Göttin der Jugend, die den Göttern auf dem Olymp den Nektar einschenkte. Sie sitzt auf einer Wolke und reicht eine goldene Schale einem Adler, dem Vogel Jupiters, der einen flammenden Blitz in den Fängen hält. In der anderen Hand hält sie eine gläserne Kanne, Blumen stecken an ihrer Schulter und im gepuderten Haar.
Zum Mythos gehörte auch ein Ehemann. Hebe war die Frau des Herkules, und 1746 malte Nattier den Herzog als Herkules, ein Bildnis, das sich ebenfalls im Louvre befindet. Dieses hier blieb in Privatbesitz, bis der Sammler Carlos de Beistegui es 1942 mit 20 weiteren Gemälden dem Museum schenkte, unter der Bedingung, sie bis zu seinem Tod zu behalten. 1953 kam es in den Louvre.




