
Die Ekstase des heiligen Franziskus
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Die Geschichte
Bei einer Reinigung für eine Ausstellung kam unten links eine Signatur in Großbuchstaben zum Vorschein, P VMOL. Damit endete eine Zuschreibung, die rund 300 Jahre gehalten hatte.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts war der heilige Franziskus als Rubens in den Besitz des Großprinzen Ferdinando gelangt, des Erben der Toskana und des letzten großen Sammlers seines Hauses. Die mediceischen Inventare führten ihn so, und die Rubensforschung nahm das ernst. Der eine setzte das Bild in die italienischen Jahre des Meisters, der andere um 1615. Im 20. Jahrhundert wandte sich die Kennerschaft dagegen, und Anfang der siebziger Jahre war das Bild aus dem Werkverzeichnis der Heiligendarstellungen gestrichen.
Pieter van Mol kam aus Antwerpen, malte in der Manier von Rubens und ging um 1631 nach Paris. Ein Entstehungsjahr gibt das Museum bis heute nicht an. Seine Akte nennt allein das 17. Jahrhundert und argumentiert, das Bild sei nach van Mols Karmeliterbildern in Vaugirard vor den Toren von Paris entstanden.