
Grablegung Christi
Details
Die Geschichte
Laut dem Johannesevangelium ließ Pontius Pilatus am Kreuz eine Aufschrift anbringen, abgefasst auf Hebräisch, Griechisch und Latein. Bei Martin Johann Schmidt, genannt Kremser Schmidt, liegt das Blatt mit dieser Aufschrift unten links am Boden, neben der Dornenkrone, und die drei Schriften sind noch zu erkennen. Darüber betten zwei bärtige alte Männer mit Turbanen den Leichnam Christi auf den steinernen Grabblock. Maria ist ohnmächtig gegen einen jungen Mann dahinter gesunken. Rechts neigt sich eine junge Frau zu den Füßen Christi, und aus dem Tuch in ihrer Hand tropft Blut in eine Schale. Auf einem fernen Hügel stehen die drei leeren Kreuze. Das Bild entstand um 1780 auf einer Kupferplatte von nur 33 Zentimetern Breite. Das Belvedere besitzt von ihm auch eine Anbetung der Könige auf einer gleich großen Platte, datiert 1784.