
Peter Paul Rubens · PD
Der Sturz des Phaeton (Skizze für die Torre de la Parada)
Details
Die Geschichte
Kaum 28 Zentimeter im Quadrat misst diese Holztafel, und doch ist sie der Entwurf für ein Gemälde von fast zwei Metern Höhe. Rubens malte sie 1636 oder 1637 für Philipp IV. von Spanien, der seinen Jagdsitz bei Madrid, die Torre de la Parada, mit Szenen aus Ovids Metamorphosen ausstatten ließ. Die großen Leinwände führten andere Maler nach seinen Skizzen aus. Den Sturz des Phaethon übertrug der Antwerpener Jan Carel van Eyck ins große Format, sein Bild gehört heute dem Prado. Bei Ovid erbittet sich der Sohn des Sonnengottes vom Vater den Sonnenwagen für einen Tag, verliert die Gewalt über die Pferde und wird von Jupiters Blitz getroffen. Rubens beschränkt sich auf die scheuenden Schimmel, ein mächtiges Rad und den Jüngling, der unter ihnen hinabstürzt. Das Thema hatte er mehr als 30 Jahre zuvor schon in Italien gemalt. Nach Brüssel kam die Skizze 1919 als Vermächtnis von Adela Crooke, Gräfin von Valencia de Don Juan, einer spanischen Sammlerin.




