Die Familie des Kupferstechers Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650)

Die Familie des Kupferstechers Matthäus Merian d. Ä. (1593–1650)


Details

Jahr
1641
Technik
Öl

Die Geschichte

1642 tobte der Dreißigjährige Krieg schon seit über zwei Jahrzehnten, und Frankfurt war als Messestadt der Ort, an dem die Merian-Werkstatt ihre gestochenen Stadtansichten fertigte, die in ganz Europa Abnehmer fanden. In diesem Jahr kehrte der älteste Sohn von seinen Reisen zurück und malte die eigene Familie, versammelt um den Vater Matthäus Merian den Älteren, den gefragtesten Kupferstecher seiner Zeit.

Zunächst wirkt es wie ein schlichtes Familienbildnis. Dann fällt der Blick auf das, was die Kinder in Händen halten. Eines zeigt eine Zeichnung nach dem Belvederischen Torso, jenem antiken Fragment, das damals in jeder Werkstatt studiert wurde. Der Jüngste trägt einen Gipsabguss des Kopfes aus der Laokoon-Gruppe. Das sind die Werkzeuge des Handwerks, von dem das Haus lebte, eine Familie, die sich als Dynastie von Bildermachern zeigt. In der Mitte sitzt die Mutter, Maria Magdalena de Bry, selbst Tochter eines Stechers.

Oft sucht man in der Kinderreihe nach Maria Sibylla Merian, der später berühmten Naturforscherin und Illustratorin. Sie fehlt. Sie kam erst 1647 zur Welt, aus Merians späterer Ehe, einige Jahre nach diesem Bild.

All das in deiner Tasche. Hol dir die App.