
Die Geißelung Christi
Details
Die Geschichte
Das Gegenstück zu dieser Geißelung, eine Kreuztragung, hängt heute in der Neuen Kathedrale von Salamanca. Carlo Maratta malte beide Leinwände für dieselbe römische Kapelle, die Kapelle des Gekreuzigten in Sant'Isidoro, der Kirche der irischen Franziskaner. Auftraggeberin war Costanza Pamphili Ludovisi, eine Nichte Papst Innozenz' X. Zwischen 1655 und 1657 schuf Maratta dort die Fresken, das Altarbild mit der Kreuzigung und die beiden Bilder für die Seitenwände.
Nach Ansicht des Museums treffen hier zwei Richtungen der römischen Malerei zusammen. Der Körper Christi folgt dem Ideal antiker Statuen, die Dramatik kommt vom scharfen Licht und vom weit ausholenden Schwung des Schergen.
In den Jahren der französischen Herrschaft über Rom unter Napoleon wurden die Seitenbilder aus der Kirche genommen. Die Geißelung gelangte nach Catania auf Sizilien, in die Sammlung von Rosario Scuderi Bonaccorsi, und kam erst 1983 über den Londoner Kunsthandel nach Boston.




