
Der Garten des Hauses Fortuny
Details
Die Geschichte
Fortuny zog im Sommer 1870 nach Granada und mietete Ende 1871 ein geräumiges Haus im Realejo Bajo, unterhalb der Alhambra. Sein französischer Freund, der Sammler Baron Davillier, beschrieb den Eingang über einen offenen Säulenhof, den Fortuny als Atelier benutzte, wenn er im Freien arbeiten wollte. Dahinter lag der Garten, und diese kleine Holztafel von 40 mal 28 Zentimetern ist dieser Garten. Eine gekalkte Mauer, Zypressen, die der obere Bildrand abschneidet, weiter hinten ein Brunnen.
1872 ging er nach Rom, die Tafel blieb unfertig, zwei Jahre später starb er. Um 1877 nahm sein Schwager Raimundo de Madrazo sie auf und führte sie zu Ende, dicht an Fortunys Handschrift, und setzte zwei Dinge hinein, die nicht dagewesen waren. Einen schlafenden Hund im Vordergrund und rechts seine eigene Schwester Cecilia, die Witwe des Malers, in Morgenkleidung, mit Fächer und rötlichem Sonnenschirm. Madrazo hat die Tafel signiert, und deshalb führt der Prado das Bild mit zwei Urhebern und mit den Jahren 1872 bis 1877.
Cecilia hatte in diesem Haus gelebt. Der gemeinsame Sohn kam im Mai 1871 in Granada zur Welt, als die Miete noch lief.




