
Der Hafen von Kavala
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Die Geschichte
Ende Juni 1913 wechselte Kavala zum zweiten Mal innerhalb von acht Monaten den Besitzer. Bis zum Herbst 1912 gehörte die Stadt zum Osmanischen Reich, danach hielt sie die bulgarische Armee. Die Bucht war vermint, und der erste griechische Zerstörer lief nach den Angaben einheimischer Fischer ein, die beobachtet hatten, wo die Minen zu Wasser gelassen worden waren. Die Besatzung hatte den Ort bereits geräumt. Am Tag darauf ging ein Landungstrupp an Land und hisste die Flagge über dem Verwaltungsgebäude.
In den Verzeichnissen trägt das Bild neben dem Titel des Museums eine ältere, nüchterne Beschreibung: die Landung griechischer Truppen in Kavala. Vor der Stadt liegt ein Kriegsschiff, Ruderboote voller Menschen und kleiner Fahnen halten darauf zu, am Kap entlang zieht sich die Häuserzeile hin, darüber die alte Festung. Das Ganze misst 25 mal 45 Zentimeter. Wem Kavala am Ende gehören würde, war in jener Woche noch offen. Der Friede von Bukarest sprach die Stadt wenige Wochen später Griechenland zu.