
Klingler-Quartett
Details
Die Geschichte
Hände, Bögen, die Schnecke einer Geige, der Leib eines Cellos mit seinen Schalllöchern und aufgeschlagene Noten, angeschnitten und übereinandergeschoben. Die Gesichter der Musiker hat Oppenheimer 1917 fast vollständig weggelassen. Das Quartett hatte der Geiger Karl Klingler 1905 gegründet. Er spielte selbst die erste Geige, sein Bruder Fridolin die Bratsche. Das Belvedere zählt das Ensemble zu den bedeutendsten Kammermusikformationen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Österreichische Galerie, das heutige Belvedere, kaufte das ovale Bild 1924 direkt vom Maler. Das Quartett selbst bestand noch bis 1936. Als die Nationalsozialisten verlangten, den jüdischen Cellisten Ernst Silberstein zu ersetzen, löste es sich lieber auf.
