
Kazimir Malevich · PD
Der Scherenschleifer
Details
Die Geschichte
Um 1912 sogen die jungen russischen Künstler zugleich den Pariser Kubismus und den italienischen Futurismus mit seinem Kult von Tempo und Bewegung auf. Malewitsch verschmolz hier beides. Er nahm eine Gestalt von der Straße, einen Scherenschleifer, der mit dem Fuß den Schleifstein antreibt, um Messer zu schärfen, und zerlegte ihn in Dutzende sich wiederholender Facetten: Hände, Beine und Rad vervielfachen sich, damit wir die Bewegung im Zittern sehen. Der Künstler selbst gab dem Werk den Untertitel «Prinzip des Flimmerns». Drei Jahre später sollte er die Figur ganz aufgeben und zum Schwarzen Quadrat gelangen. Hier ist noch der namenlose Arbeiter zu erkennen, der ihn immer wieder beschäftigte.




