
Die Dame in Weiß
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Die Geschichte
Erst 2019 kehrte dieses fast zwei Meter hohe Bild nach Paris zurück. Der französische Staat hatte es 1919 gekauft und zehn Jahre später als Leihgabe an das Museum im nordfranzösischen Cambrai gegeben, wo es 90 Jahre lang blieb. Öffentlich zu sehen war es zuerst im April 1880, auf der fünften Ausstellung der Impressionisten in der Pariser Rue des Pyramides, wo Marie Bracquemond drei Werke zeigte. Im Katalog hieß es schlicht Porträt. Ihre Halbschwester Louise sitzt im Freien auf einem Orientteppich, der einfach auf den Rasen gelegt ist. Das weiße Kleid füllt beinahe die ganze Fläche. Seine Rüschen und Falten entstehen aus graublauen und cremefarbenen Schatten, in denen das dunkle Laub des Hintergrunds nachklingt. Ganz unten lugen helle Stiefeletten unter den Volants hervor.


