
Drei Frauen mit Sonnenschirmen
Details
Die Geschichte
Kurze, sich kreuzende Pinselstriche überziehen hier alles gleichermaßen, die Kleider, den Himmel, den Weg, als wäre das ganze Bild aus einem einzigen flirrenden Stoff gewebt. Drei junge Frauen kommen unter einem roten und einem weißen Sonnenschirm auf uns zu, in den eng anliegenden, mit Rüschen besetzten Sommerkleidern des Jahres 1880. Die mittlere hält einen dunklen, zusammengeklappten Fächer. Paris war damals im Japanfieber, und angefacht hatte es nicht zuletzt der Ehemann der Malerin, der Radierer Félix Bracquemond, einer der ersten Franzosen, die sich für japanische Drucke begeisterten. Wegen der drei Figuren heißt das Bild oft auch „Die drei Grazien“. Es gehörte dem Kritiker Gustave Geffroy, der es 1926 dem französischen Staat vermachte.


