
Das Land des Durstes
Details
Die Geschichte
In seinem Reisebuch „Ein Sommer in der Sahara“ erzählt Fromentin, wie er über einer Karte des algerischen Südens brütet. Zwischen seltsamen Ortsnamen findet er eine riesige weiße Fläche mit der Aufschrift Bled-el-Ateuch, darunter die Übersetzung „Land des Durstes“. Mit genau diesen Worten schließt das Buch, und um 1869, rund 15 Jahre nach der Reise, gab er sie diesem Gemälde als Titel. Männer in weißen Gewändern liegen erschöpft im Sand, manche zusammengekrümmt, andere lang ausgestreckt. Oben auf einem Felsen reckt einer den Arm in den blassen, leeren Himmel. Wasser gibt es in dieser Landschaft nirgends, nur Stein, Staub und Weite. Der Sammler Édouard Martell vermachte das Bild 1920 dem französischen Staat.



