Das Jüngste Gericht

Das Jüngste Gericht


Details

Jahr
1175
Technik
Tempera auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
288 × 243 cm

Die Geschichte

Die Tafel hat eine ungewöhnliche Form, eine große runde Scheibe auf einem rechteckigen Sockel, fast drei Meter hoch. Gemalt wurde sie in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Rom, für das Oratorium San Gregorio Nazianzeno, das einer Gemeinschaft von Nonnen gehörte. Zwei von ihnen bezahlten das Bild und ließen sich darin darstellen. Vor den Mauern des Himmlischen Jerusalem erscheinen die Äbtissin Costanza und die Nonne Benedetta, beide durch eine Inschrift benannt.

Das Gericht entfaltet sich in fünf übereinanderliegenden Streifen, jeder mit einer erklärenden lateinischen Zeile. Ganz oben erscheint Christus zwischen Cherubim und Engeln, darunter steht er vor einem Altar, mit zwei Engeln und den zwölf Aposteln. Der dritte Streifen ist der dichteste. Links führt Paulus die Erwählten, in der Mitte bitten Maria und der heilige Stephanus für die Unschuldigen Kinder, rechts sieht man drei Werke der Barmherzigkeit, Nackte kleiden, Gefangene besuchen, Durstigen zu trinken geben. Im vierten Streifen steigen die Toten aus ihren Gräbern.

Ganz unten liegt auf der einen Seite die Hölle, auf der anderen das Himmlische Jerusalem, wo Maria betend unter den Erwählten steht.

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