
Der Leiter des Opfers
Details
Die Geschichte
Um 1780 v. Chr. wurde Mari am mittleren Euphrat von außen regiert. Schamschi-Adad, ein amurritischer König mit Sitz im nördlichen Mesopotamien, hatte die Stadt eingenommen und seinen Sohn Jasmach-Addu dort als König eingesetzt. Der Louvre datiert diese Wandmalerei in genau diese Jahre, sie wäre also entstanden, bevor Zimri-Lim um 1775 den Thron bestieg, nach dem der Palast heute benannt ist.
Das Fragment saß hoch oben an der Südwand des großen Palasthofs, an derselben Wand wie die Investitur des Zimri-Lim. Es gehörte zu einer Opferszene in drei Bildstreifen. Die hohe Gestalt rechts, von der vor allem ein gestuftes, gefranstes Gewand erhalten ist, ist der König, so groß, dass er zwei Streifen zugleich ausfüllt. Neben ihm führen weit kleinere Männer einen Stier mit dunklen, geschwungenen Hörnern zum Opfer, und über ihren Köpfen ist eine Reihe nackter Füße alles, was vom oberen Streifen übrig blieb.
