
Franz Marc · PD
Der kleine Affe
Details
Die Geschichte
Ein graues Äffchen kauert auf einem schrägen Ast in der Bildmitte, den Kopf zurückgewandt, den langen Schwanz gebogen. Dahinter funkeln die gezackten Gewächse eines Dschungels wie die Teile eines Kaleidoskops, und aus dem dunklen Grün leuchten Blüten, die an Paul Gauguin erinnern. Solche Blüten tauchen 1912 auch in dem Paradiesbild auf, das Marc gemeinsam mit August Macke als Wandbild malte. Gemalt hat er dennoch fast immer vor der Natur. An Macke schrieb er, er stelle sich vor sein Motiv. Der Kritiker Adolf Behne gehörte 1913 bei Marcs Einzelausstellung in der Berliner Galerie Der Sturm zu den wenigen, die vorbehaltlos für ihn eintraten. Kaum ein Maler lasse uns die Natur so im Innersten fühlen, schrieb er. Das Bild kam 1965 mit der Stiftung von Bernhard und Elly Koehler ins Lenbachhaus.




