
Edvard Munch · PD
Das Wohnzimmer der Fräulein Munch in der Pilestredet 61
Details
Die Geschichte
Ein Skizzenbuch in Leder, den eigenen Namen auf den Deckel geprägt, innen mit bestickter Seide ausgeschlagen: So sah das erste Honorar aus, das Edvard Munch je für ein Bild bekam. Zwei unverheiratete Verwandte, die Fräulein Munch aus dem Titel, hatten den 17-Jährigen 1881 gebeten, ihr Wohnzimmer in der Pilestredet 61 zu malen, in Kristiania, wie Oslo damals hieß. Im Munch-Museum vermutet man, dass ihn das kostbare Buch eher einschüchterte. Mehrere Seiten blieben leer, und die meisten Zeichnungen darin entstanden wohl erst später.
Das Bild selbst ist klein, Öl auf Karton, etwa 20 mal 26 Zentimeter. Es zeigt die Stube so, wie ihre Bewohnerinnen sie hielten. Die Wände sind tiefrot, hinter dem runden Tisch steht ein grünes Sofa, auf dem Fensterbrett reihen sich Topfpflanzen, und zwei gerahmte Porträts hängen links und rechts von einer geschnitzten Wanduhr.




