Der Spiegel des Lebens

Der Spiegel des Lebens


Details

Jahr
1896
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
132 × 288 cm

Die Geschichte

Der Titel stammt von Dante. Im dritten Gesang des Purgatorio ziehen die Seelen dahin wie Schafe, die aus dem Pferch kommen, eins, dann zwei, dann drei, die übrigen warten scheu, und was das erste tut, das tun die andern. Pellizza übernahm diesen letzten Vers, leicht abgewandelt, in den vollen Titel des Bildes und verlegte den Zug an das Ufer des Curone, des Bachs bei seinem Heimatdorf Volpedo. Die Herde zieht sich fast drei Meter weit hin, ohne sichtbaren Anfang und ohne Ende.

Ausgangspunkt waren Studien nach der Natur von 1894, gemalt hat er das Bild von 1895 bis 1898. Nebenher las er Abhandlungen über Optik, allen voran die Farbenlehre des amerikanischen Physikers Ogden Rood. Bei der ersten Ausstellung, 1898 in Turin, wurde es als eines der bedeutendsten Werke seiner Zeit gefeiert. Der Kritiker Ugo Fleres blieb skeptisch. Ein Symbol sei es wohl, aber auch arm an Linie und langweilig. Der schlichte Holzrahmen in neutralem Ton ist der originale, gewählt, damit das Licht des Bildes zur Geltung kommt.

Stehst du davor? Richte die Kamera drauf. Hol dir die App.