
Verspottung Christi
Details
Die Geschichte
Ein weißes Tuch ist Christus über die Augen gebunden, und einer der Peiniger zieht den Knoten von hinten fest. Ein anderer hebt schon die flache Hand zum Schlag. Lukas schildert diese Nacht wie ein grausames Ratespiel. Die Männer, die Jesus bewachten, verbanden ihm die Augen, schlugen ihn und verlangten, er solle weissagen, wer ihn getroffen habe. Der Maler mischt eine zweite Verspottung hinein, die erst später folgt. Ein Mann mit Helm sinkt zum Schein ehrerbietig auf ein Knie, und ein Wächter im Kettenhemd hält ein langes Rohr, das schräg bis zu den gefesselten Händen des Gefangenen reicht. Bei Matthäus drücken ihm die Soldaten des Statthalters ein Rohr wie ein Zepter in die Hand und knien spottend vor ihm nieder. Mitten in dem Getümmel sitzt Jesus still auf einem Steinblock, den Kopf gesenkt, die Hände im Schoß.
