
Der Affe als Maler (Atelierinterieur)
Details
Die Geschichte
Wann dieses Bild entstand, weiß niemand genau. Der Louvre vermerkt, es sei im Salon von 1833 ausgestellt gewesen, nennt aber als Datum 1849, und andere Nachschlagewerke setzen es auf 1837. Klar ist das Thema, ein Affe bei der Arbeit als Künstler, ein alter Scherz, auf den Decamps mehr als einmal zurückkam. Schon Chardin hatte im Salon von 1740 einen malenden Affen gezeigt, in rotem Rock und mit Federhut an einer ordentlichen Staffelei, wie er eine Gipsfigur kopiert. Wahrscheinlich ist es genau das Bild, das heute im Louvre hängt. Der Affe von Decamps hat solche Manieren nicht. Er hockt auf dem Boden eines vollgestellten Ateliers, die Leinwand lehnt an einer Truhe, und mit weit ausgestrecktem Arm tupft er an einer Landschaft. An der Wand hängen eine Palette, eine Pistole und ein gerahmtes Bild, neben der Leinwand steht ein blau-weißer Krug. 1902 kam das Gemälde mit dem Vermächtnis von Georges Thomy Thiéry in den Louvre, einem auf Mauritius geborenen Sammler, zusammen mit einer ganzen Reihe weiterer Werke von Decamps.
