
Die Geburt Christi
Details
Die Geschichte
Diese Tafel und ihr Gegenstück, die Darbringung im Tempel, gehörten einst zu einem einzigen bemalten Altarvorsatz, einer Reihe von Szenen aus dem Leben Christi. Er stand in der Kirche der Badia Ardenga, einer kleinen Abtei bei Montalcino südlich von Siena. Ein kirchlicher Visitator verzeichnete ihn dort 1575, und noch 1834 war er an seinem Platz. Wenige Jahre später waren die Szenen voneinander getrennt und einzeln verkauft. Heute kennt man 12 davon, verteilt auf Paris, Siena, Altenburg, Princeton und Utrecht.
Die Geburt folgt dem byzantinischen Schema, das die sienesischen Maler des 13. Jahrhunderts fast unverändert übernahmen. Maria liegt auf einer roten Matratze in einer dunklen Höhle, das gewickelte Kind ruht in einer steinernen Krippe, über die Ochs und Esel schauen, und Engel beugen sich über den Felsen. Unten baden zwei Hebammen das Neugeborene in einem Becken, ein Motiv aus den apokryphen Evangelien. Josef sitzt abseits, und rechts empfängt ein Hirte die Botschaft.
