
Die Darbringung im Tempel
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Die Geschichte
Anfang der 1840er Jahre reiste der deutsche Maler Johann Anton Ramboux durch die Toskana, kopierte alte Fresken und kaufte Goldgrundtafeln früher Meister, die damals noch billig zu haben waren. Zwischen 1841 und 1843 erwarb er diese Darbringung im Tempel und die zugehörige Geburt Christi, beide aus demselben Altarvorsatz, und brachte sie nach Köln. Als seine Sammlung dort 1867 versteigert wurde, schrieb der Katalog die beiden Szenen mit einem vorsichtigen „wahrscheinlich“ Guido da Siena zu. Über Händler in München und Lausanne kamen sie 1968 gemeinsam in den Louvre, und sein Name steht bis heute auf ihnen.
Die Szene folgt dem Lukasevangelium. Als das Kind 40 Tage alt war, brachten Maria und Josef es in den Tempel von Jerusalem, und der greise Simeon, dem verheißen war, er werde den Messias sehen, bevor er sterbe, nahm es auf die Arme. Hier dreht sich das Kind von ihm weg und streckt sich zurück zur Mutter, die ihm noch die Hände entgegenhält. Hinter Simeon steht die Prophetin Hanna mit ihrer Schriftrolle, und Josef trägt die beiden Tauben, das Opfer armer Familien.
