
Henry Fuseli · PD
Der Nachtmahr
Details
Die Geschichte
Als Füssli, der aus Zürich stammte, dieses Bild 1782 in London zeigte, war es sofort ein Skandal und ein Erfolg. Das Jahrhundert der Vernunft ging zu Ende, und ausgerechnet hier drängte das Unvernünftige zurück ins Bild. Eine schlafende Frau liegt hingestreckt über das Bett, auf ihrer Brust hockt ein Dämon, ein Alp, und aus dem Dunkel starrt der Kopf eines fahlen Pferdes hervor. Das deutsche Wort Nachtmahr steckt in beidem, im Alp und im Pferd. Füssli erklärte die Szene nie. Er malte den Traum selbst und überließ die Deutung dem Betrachter, und er traf damit einen Nerv einer Zeit, die sich für das Nächtliche und Schaurige zu begeistern begann. Von dem Motiv gibt es mehrere eigenhändige Fassungen. Mehr als 100 Jahre später soll ein Druck davon in Sigmund Freuds Wohnung gehangen haben.




