
Die Nackte
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Die Geschichte
1896 eröffnete Turin seine erste Triennale, eine große Ausstellung zeitgenössischer Kunst, und das Bild, über das alle stritten, war dieses, eine mehr als zwei Meter lange Leinwand. Ein Modell mit offenem schwarzem Haar liegt ausgestreckt auf einem großen Eisbärfell, die rosige, weiche Haut hebt sich vom weißen Pelz ab. Der Streit steigerte Grossos Ruhm nur noch, und in Turin hieß das Gemälde bald einfach La Nuda, die Nackte, als gäbe es keine andere. 1975 sprach die Kunsthistorikerin Rosanna Maggio Serra von offener Erotik, und der Katalog des Museums beschreibt es als reines malerisches Vergnügen. Grosso kam immer wieder auf das Motiv zurück. Um 1900 malte er eine etwas festere Replik, 1912 eine bescheidenere Fassung und 1926 eine weitere, kühler gezeichnet und härter im Kontrast. Alle drei befinden sich in Privatbesitz.