
Die alte Spitzenklöpplerin
Details
Die Geschichte
Im Jahr 1655 musste man einem holländischen Käufer dieses Bild nicht erklären. Handarbeit und vor allem das Klöppeln von Spitze galten als weibliche Tugend, als Zeichen eines fleißigen, ordentlichen Haushalts. Die alte Frau zeigt also, wie es sein sollte. Sie sitzt im Licht, die Brille auf der Nase, und bewegt die Klöppel über einem Spitzenkissen auf einem kleinen Holzständer. Der übrige Raum versinkt in braunem Dunkel, mit Tonkrügen und einer Bürste auf dem Bord und einem Weidenkorb an der Wand. Auf den Fuß des Ständers setzte Nicolaes Maes seinen Namen, mehrere Buchstaben ineinander verschlungen. Trotzdem wurde das Bild 1832 bei einer Versteigerung in London als Werk von Dirk Maes verkauft, einem jüngeren Haarlemer Maler, der vor allem Pferde und Jagden darstellte.



