
Die Kinder des Malers im japanischen Salon
Details
Die Geschichte
Als Fortuny im Sommer 1874 eine Villa in Portici bei Neapel mietete, malte er dort seine beiden Kinder in dem Raum, den die Familie den japanischen Salon nannte. Ein japanisches Zimmer war das nicht, sondern ein europäischer Wohnraum im Japonismus-Geschmack, der damals in Paris und Rom Mode war.
Das Bild ist ungewöhnlich breit, 44 auf 93 Zentimeter, und die japanische Kunsthistorikerin Akiko Mabuchi hat darin das Format eines sechsteiligen japanischen Wandschirms erkannt. Fortuny starb im November desselben Jahres in Rom, 36 Jahre alt. Das untere Drittel der Leinwand blieb deshalb graue Grundierung, mit der Kreidevorzeichnung des Fußbodens, den er nicht mehr gemalt hat. Fertig sind der orangerote Atlas, in dem das Mädchen liegt, die blaue chinesische Seide über den Beinen des Jungen und die goldenen Schmetterlinge an der hellen Wand.




