
Die sitzende Nichte des Malers
Details
Die Geschichte
Geneviève Géry war etwa 12 Jahre alt, als ihr Onkel sie 1931 malte. Sie sitzt, eine Hand auf das andere Handgelenk gelegt, und blickt an uns vorbei, als wäre sie in Gedanken versunken. Das Museum erkennt darin Corot, den französischen Maler des 19. Jahrhunderts, dessen stille, in sich gekehrte Frauenfiguren Derain sehr bewunderte. Lohnend ist ein Blick auf die Arme. Der vordere ist in langen, glatten Strichen gemalt, der andere Arm und das Gesicht dagegen in kleinen, scharfen Tupfern. Über das helle Kleid laufen Lichtflecken. Auf ihrem Rücken hängt ein großer runder Hut, den sie auch auf einem zweiten, viel größeren Bildnis in der Orangerie trägt. Der Hintergrund ist eine dunkle Masse aus Grün und rötlichem Braun, und nur das braune Haar vermittelt zwischen Gesicht und Grund.




