Der Hafen von Volos
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Die Geschichte
Um 1875, auf dieses Jahr ist die kleine Leinwand datiert, lag Volos nicht in Griechenland. Thessalien gehörte noch zum Osmanischen Reich, und der Hafen war das Seetor der thessalischen Ebene: Getreide und Wolle gingen von hier nach Konstantinopel, Smyrna, Alexandria und weiter nach Westeuropa. Erst 1881, mit der Konvention von Konstantinopel, kam die Provinz an das Königreich Griechenland. Die Stadt hatte damals keine 5.000 Einwohner, 1907 waren es über 23.000.
Die Staatsgrenze verlief also mitten durch diese Ansicht. Ein griechischer Maler arbeitete am Hafen einer Stadt, die sein eigener Staat noch nicht verwaltete, und die Schifffahrt darin lief unter osmanischem Zoll.
Volos hat ihn nicht losgelassen. Er kam mehrfach auf dasselbe Wasser zurück, darunter eine viel größere Hafenszene im Mondlicht, die heute in der Nationalgalerie in Athen hängt. Dieses Bild ist mit etwa 32 auf 48 Zentimetern deutlich kleiner.




