Die Geflügelhändlerin

Die Geflügelhändlerin


Details

Jahr
1580
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
147 × 215 cm

Die Geschichte

Um 1580, als diese Leinwand in Cremona entstand, war der große Vogel, den die Frau gerade rupft, in Europa noch ziemlich neu. Er kam in den Jahrzehnten nach der spanischen Eroberung Mexikos über Spanien herüber, und im deutschen Sprachraum wusste man lange nicht, wie man ihn nennen sollte. Indianisch Hahn und Henn hieß er, kalekuttisch oder welsch Huhn, türkische Henne. Das Wort Truthahn setzte sich erst rund 100 Jahre später durch.

Auf Campis Geflügelstand merkt man von dieser Herkunft nichts. Der Truthahn liegt zwischen Vögeln aller Art und wird behandelt wie die übrige Ware. Die Frau hat das Rupfen unterbrochen und sieht einem Jungen zu, der einer Gans den Hals umzudrehen versucht.

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