Die Darbringung im Tempel

Die Darbringung im Tempel


Details

Museum
Louvre
Jahr
1644
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
71 × 61 cm

Die Geschichte

Als Ludwig XIII. 1643 starb, übernahm seine Witwe Anna von Österreich die Regentschaft für einen vierjährigen König. Wenige Monate später zog sie aus dem Louvre in das Palais-Royal, das Kardinal Richelieu der Krone vermacht hatte, und ließ sich dort ein privates Oratorium mit Szenen aus dem Marienleben ausstatten. Um 1644 und 1645 beauftragte sie dafür die besten Maler von Paris gleichzeitig. Simon Vouet malte die Himmelfahrt Mariens über dem Altar, Philippe de Champaigne die Vermählung und die Verkündigung, Jacques Stella die Geburt Mariens und Sébastien Bourdon diese Darbringung im Tempel sowie eine Flucht nach Ägypten.

Bourdon baute die Szene als Pyramide auf, mit Figuren im Vordergrund, die die Hauptgruppe weiter in die Tiefe rücken. Henri Sauval, ein Chronist von Paris, berichtet, die Kenner hätten darüber gestritten, welches Bild des Raumes das beste sei, und die meisten hätten Bourdons anderer Tafel, der Flucht, den Vorzug gegeben. Die Bilder des Oratoriums verteilen sich heute auf Paris, Reims, London, New York und Lille.

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