
Guido Reni · PD
Der Raub der Helena
Details
Die Geschichte
1627 bestellte Philipp IV. von Spanien über seine Gesandten bei Guido Reni eine große Leinwand mit dem Raub der Helena von Troja. Es waren die Jahre des Dreißigjährigen Krieges, und Kardinal Bernardino Spada, päpstlicher Legat in Bologna, verfolgte den Auftrag genau, denn ein Bild für den spanischen König hatte in Rom politisches Gewicht. Reni und die Gesandten zerstritten sich schließlich über die Bezahlung, und das Werk blieb unverkauft. Da schlug Spada vor, es solle Maria de' Medici erwerben, die damals verbannte Königinmutter von Frankreich, und so ging die Leinwand nach Norden. Von Gewalt zeigt Reni nichts. Helena und Paris schreiten wie in einem höfischen Zug einher, umgeben von Pagen und Gefolge. In der Französischen Revolution kam das Bild in den Louvre.




