
Sandro Botticelli, The Return of Judith to Bethulia, 1470. Wikimedia Commons. · PD
Die Rückkehr Judiths nach Betulia
Details
Die Geschichte
Botticelli war noch keine 30 Jahre alt, als er dieses winzige Tafelbild malte, kaum größer als ein aufgeschlagenes Buch. Judith kehrt im Morgengrauen nach Betulia zurück. In der Nacht hat sie den feindlichen Feldherrn Holofernes in seinem Zelt enthauptet, um ihre belagerte Stadt zu retten, und schreitet nun leichtfüßig durch die Landschaft, das Schwert in der einen, den Ölzweig des Friedens in der anderen Hand. Hinter ihr trägt die Magd das abgeschlagene Haupt in einem Korb auf dem Kopf. Von Blut und Grauen ist wenig zu sehen. Botticelli malt nicht die Tat, sondern den stillen Heimweg danach, das wehende Gewand, den blassen frühen Himmel. Die Tafel gehört zu einem Paar. Ihr Gegenstück zeigt, was Judith zurückließ, den kopflosen Holofernes, den seine Diener am Morgen im Zelt finden.





