Die sieben Todsünden

Follower of Hieronymus Bosch / Formerly attributed to Hieronymus Bosch · PD

Die sieben Todsünden


Details

Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
86 × 56 cm

Die Geschichte

Das Eichenholz dieser Tafel haben zwei Dendrochronologen untersucht. Die eine kam auf die Zeit um 1500 oder später, der andere auf etwa 1530. Hieronymus Bosch starb 1516, und so gilt das Bild heute meist als Werk eines Nachfolgers, entstanden etwa zwischen 1520 und 1530. Die aufgemalte Signatur »Jheronimu bosch« wird nicht als eigenhändig anerkannt. Einzelne Forscher haben dennoch an Bosch selbst oder an seine Werkstatt gedacht. Unter der Malschicht zeigt die Infrarotaufnahme ein Quadratnetz, wie man es zum Übertragen einer Vorlage benutzte. Möglicherweise kopiert die Tafel eine verlorene Erfindung Boschs. Beweisen lässt sich das nicht. Die sieben Todsünden spielen sich in einer aufgeklappten Weltkugel ab, als hätte die Sünde die ganze Erde erfasst. Der Neid ist ein Mann mit einem Knochen, der einem Hund gegenübersteht. Die Wollust ist ein Paar vor einem Zelt auf einer Felsnadel. Oben steht die Kreuzigung, unten balanciert die Kugel auf den Felsen der Hölle. Seit 1982 befindet sich die Tafel in einer Genfer Privatsammlung.

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