
Paul Gauguin, The Siesta, 1892. Wikimedia Commons. · PD
Die Siesta
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Die Geschichte
1892 war Gauguin auf Tahiti und suchte dort ein Leben, das er sich als unberührt von Europa vorstellte. Dieses Bild hält etwas Widersprüchlicheres fest. Die Frauen sind Tahitianerinnen, tragen aber weite Kleider, wie sie protestantische Missionare verbreiteten und die aus England kamen. Sie ruhen auf einer schlichten Holzveranda, und eine scheint zu bügeln, während die anderen in der Mittagshitze sitzen oder dösen. Das Met weist darauf hin, dass dieses Gemälde anders als viele andere Tahiti-Bilder Gauguins keine literarische oder mythologische Handlung enthält. Es bleibt bei einem Alltagsmoment, der bereits von kolonialen Veränderungen geprägt ist. Technische Untersuchungen zeigen außerdem, wie lange Gauguin daran weiterarbeitete: Der Rock der Frau im Vordergrund war ursprünglich leuchtend rot, und der Korb unten rechts ersetzte einen Hund.




