
Peter Paul Rubens, The Small Last Judgement, 1619. Wikimedia Commons. · PD
Das kleine Jüngste Gericht
Details
Die Geschichte
Diese Tafel war zunächst ein anderes Bild. Nach Auskunft der Pinakothek plante Rubens sie als Höllensturz der Verdammten und ergänzte erst später die zentralen Motive eines Jüngsten Gerichts. Verraten wird die Änderung von den posaunenblasenden Engeln, die über der ersten Farbschicht liegen. Datiert wird das Ergebnis um 1621/22, einige Jahre nachdem Rubens für die Jesuitenkirche in Neuburg an der Donau ein riesiges Jüngstes Gericht geliefert hatte. Deshalb heißt dieses hier das Kleine Jüngste Gericht, obwohl es fast zwei Meter hoch ist. Auf der einen Seite steigen die Leiber zum Licht auf, auf der anderen stürzen sie ins Dunkel, eine einzige wogende Masse. Auch das Große Jüngste Gericht befindet sich in München.




