
Stigmatisation des hl. Franziskus
Details
Die Geschichte
Die Legende erzählt, dass Franz von Assisi im September 1224 auf dem Berg La Verna in der Toskana einen Seraph in Gestalt des Gekreuzigten sah und danach die Wundmale Christi an Händen, Füßen und in der Seite trug. Cranach malte die Szene um 1502/03 in Wien und verlegte sie in einen Wald, wie man ihn nördlich der Alpen kennt. Ein Baumstamm schneidet durch den Vordergrund. Daneben kniet der Heilige mit erhobenen Händen und weit geöffneten Augen, über ihm schwebt die geflügelte Erscheinung am Himmel. Sein Gefährte bleibt tief gebeugt, den Kopf gesenkt. Hinten spiegelt sich ein kleines Schloss im stillen Wasser, dahinter liegen Berge in zartem Blau. Das Belvedere erwarb die Fichtenholztafel 1912 von dem Sammler Ladislaus Ritter von Wiktor in Lemberg, dem heutigen Lwiw, das damals wie Wien zur Habsburgermonarchie gehörte.




