
Die Geschichte
Hannovers Museum für moderne Kunst ist auf Schokolade gebaut. Bernhard Sprengel führte die Süßwarenfabrik der Familie und trug mit seiner Frau Margrit eine der besten deutschen Privatsammlungen der Kunst des 20. Jahrhunderts zusammen. 1969 schenkte er sie der Stadt unter der Bedingung, dass diese ein würdiges Haus dafür baue. Der Betonbau am Maschsee wurde 1979 eröffnet.
Die Sammlung greift über die modernen Strömungen hinweg, mit Nolde, Beckmann, Picasso und einem starken Bestand deutscher Expressionisten, vielfach die Art von Werken, die die Nationalsozialisten als entartet gebrandmarkt und aus den öffentlichen Galerien entfernt hatten.
Ihr lokaler Held ist Kurt Schwitters, in Hannover geboren, der jahrelang die Räume seines eigenen Hauses in eine skulpturale Höhle verwandelte, die er Merzbau nannte, aus verleimtem Abfall und Gips aufgebaut, bis sie die Decke durchbrach. Das Original wurde im Krieg zerstört, und das Museum bewahrt eine originalgetreue Rekonstruktion davon.


