Der Theorbenspieler

Der Theorbenspieler


Details

Jahr
1613
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
119 × 85 cm

Die Geschichte

Lange galt dieser Musiker als ein Werk Caravaggios. Der deutsche Kunsthistoriker Hermann Voss sprach ihn Caravaggio als Erster ab und bemerkte noch etwas anderes. Die Leinwand wirkte wie ein Fragment, herausgeschnitten aus einer größeren Konzertszene mit drei Figuren. 1928 gab der Kunstkritiker Roberto Longhi das Bild Antiveduto Grammatica.

Greifbar wurde die Fragment-These 2022, als im Kunsthandel ein Gemälde mit zwei Musikern auftauchte. Eine Frau singt am Claviorgan, einem Instrument, halb Orgel, halb Cembalo, und ein junger Flötist sieht sie an. Technische Untersuchungen zeigten, dass es an einer Seite beschnitten worden war, und eine alte Kopie der ganzen Komposition zeigt rechts einen Laute- oder Theorbenspieler. Der italienische Staat erwarb das Bild für Turin, und heute hängen beide Leinwände im selben Raum, in Sala 18.

Das Museum bleibt vorsichtig. Es gibt auch Kopien, die nur den Theorbenspieler zeigen, das Bild könnte also einmal für sich gestanden haben. Als Dargestellten hat die Galerie zudem den Komponisten und Cembalisten Cesare Marotta vorgeschlagen.

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