
Die Geschichte
Die Galleria Sabauda begann als private Gemäldesammlung des Hauses Savoyen, jener Familie, die das Piemont beherrschte und später die Könige eines geeinten Italien stellen sollte. Ein großer Teil ihres Kerns kam von einem einzigen Soldaten und Sammler, Prinz Eugen von Savoyen, dem Feldherrn, der für die Habsburger gegen die Osmanen und die Franzosen kämpfte und seinen Lohn für Kunst ausgab.
Das Ergebnis ist eine der schönsten Ansammlungen flämischer und holländischer Malerei in Italien, von Tafeln des 15. Jahrhunderts bis zur Zeit von Rubens und Van Dyck. Zu ihren Schätzen zählt ein kleiner früher Rembrandt eines schlafenden alten Mannes, eines von sehr wenigen Bildern seiner Hand in einer öffentlichen Sammlung Italiens, neben den fein geschliffenen Kabinettbildern Leidener Meister wie Gerrit Dou.
Seit 2014 hängt die Galerie in der Manica Nuova, einem langen neueren Flügel des Königspalasts in Turin, sodass man diese nördlichen Bilder nun im arbeitenden Herzen des alten Hofes von Savoyen sieht.
Sammlung
12 Werke
Szenen aus der Passion ChristiHans Memling, 1470
Gualino-MadonnaDuccio di Buoninsegna, 1280
Tobias und der EngelPiero del Pollaiuolo, 1467
Das Gastmahl im Hause Simons des Pharisäers (Veronese, Turin)Paolo Veronese, 1550
Bildnis von Blaise CendrarsAmedeo Modigliani, 1917
Drei Engel und der junge TobiasFilippino Lippi, 1485
Reiterporträt des Prinzen Tommaso von Savoyen-CarignanAnthonis van Dyck, 1634
Herkules im Garten der HesperidenPeter Paul Rubens, 1638
Die drei ältesten Kinder Karls I. Stuart (1600-1649) und Henriettas Maria von Bourbon (1609-1669): Karl (1630-1685), Maria (1631-1666) und Jakob (1633-1685)Anthonis van Dyck, 1635
Madonna mit Kind und HeiligenAndrea Mantegna, 1500
Deianira hört der Fama zuPeter Paul Rubens, 1638
VenusSandro Botticelli, 1487